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	<title>ganz persönlicher Blog</title>
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		<title>Zu viel des Guten?</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Dec 2011 20:59:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dergrossepagliacci</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mind Candy]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich habe lange keinen so interessanten Menschen wie dich mehr getroffen. Seit du hier wohnst ist es wie eine Familie. Mir kommt es so vor als wärst du schon immer ein Teil meines Lebens. Diese und weitere Komplimente wurden mir in den letzten Tagen gemacht und eigentlich müsste ich mich darüber wohl freuen. Mein Alter [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dergrossepagliacci.wordpress.com&amp;blog=12595955&amp;post=197&amp;subd=dergrossepagliacci&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe lange keinen so interessanten Menschen wie dich mehr getroffen.</p>
<p>Seit du hier wohnst ist es wie eine Familie.</p>
<p>Mir kommt es so vor als wärst du schon immer ein Teil meines Lebens.</p>
<p>Diese und weitere Komplimente wurden mir in den letzten Tagen gemacht und eigentlich müsste ich mich darüber wohl freuen. Mein Alter Ego fängt jedoch an sich deswegen sorgen zu machen.</p>
<p><span id="more-197"></span>Nicht die Art der Komplimente sind es die irgendetwas in mir beunruhigen sondern die Tatsache das keiner der Menschen, die mir derartiges ins Gesicht sagten mich länger als einen Monat kennt. Was soll ich sagen natürlich bin ich erstmal sprachlos darüber was diese relativ frischen Weggefährten über mich zu sagen haben. Doch bin ich nach so kurzer Zeit in der Regel nicht in der Lage Blumenbouquets von dieser Größe richtig einzuordnen. Ich denke nicht das diese Menschen mich ausreichend kennen um mich so zu beweihräuchern.</p>
<p>Meinem Alter Ego wäre es vermutlich lieber die Leute würden sich erstmal ein umfassendes Bild von mir machen um mich dann objektiv zu bewerten, so mache ich es schließlich auch und bevor von mir Streicheleinheiten verteilt werden müssen diese auch verdient werden. Ich habe mir bei noch nicht mal wirklich Mühe gegeben diesen Menschen zu gefallen. Nach wie vor bin ich sarkastisch, zynisch und hin und wieder einfach nur fies. Es ist meine Art und ich werde einen Teufel tun diese zu verbergen.</p>
<p>Wie kommt es also das eine wirklich schlaue junge Dame bereits beim zweiten Date sagt wie sehr sie meine Gesellschaft schätzt und mir obendrein nonverbal mitteilt, dass ich den Jackpot gezogen habe? Womöglich weil ich es in diesem speziellen Fall nicht darauf angelegt habe die kleine schnellstmöglich bettfertig zu machen? Eigentlich habe ich mich mit ihr nur auf eine, für Dates mit mir unübliche, Art und Weise unterhalten. Da Sie zu interessanten Konversationen fähig ist nutze ich lediglich die Chance um einige gute Gespräche zu führen.</p>
<p>Von dummen Menschen erwarte ich inzwischen, dass sie sich von mir beeindrucken lassen, aber wenn intelligente Menschen mir Komplimente machen habe ich plötzlich einen kleinen Mann im Hinterkopf der dem Frieden nicht trauen mag und versucht mich in die Defensive zu ziehen. Es fällt mir schwer Vertrauen aufzubauen wenn mir nach so kurzer Zeit bereits ein enormer Vertrauensvorschuss dargelegt wird. Ich möchte es mir plötzlich verdienen gemocht zu werden.</p>
<p>Alles in allem kann man sagen ich bin Verwirrt und muss die Beziehungen zu diesen Menschen erneut überdenken, reflektieren und aufhören alles auf die Goldwaage zu legen. Schließlich ist die wahrscheinlichste Erklärung das mein Alter Ego etwas zu misstrauisch  geworden ist und ich seine Stimme weniger gehör schenken sollte.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dergrossepagliacci.wordpress.com/197/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dergrossepagliacci.wordpress.com/197/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dergrossepagliacci.wordpress.com/197/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dergrossepagliacci.wordpress.com/197/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dergrossepagliacci.wordpress.com/197/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dergrossepagliacci.wordpress.com/197/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dergrossepagliacci.wordpress.com/197/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dergrossepagliacci.wordpress.com/197/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dergrossepagliacci.wordpress.com/197/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dergrossepagliacci.wordpress.com/197/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dergrossepagliacci.wordpress.com/197/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dergrossepagliacci.wordpress.com/197/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dergrossepagliacci.wordpress.com/197/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dergrossepagliacci.wordpress.com/197/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dergrossepagliacci.wordpress.com&amp;blog=12595955&amp;post=197&amp;subd=dergrossepagliacci&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Ein kleiner Schritt für mich</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Jul 2011 20:07:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dergrossepagliacci</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Neid, die Eifersucht und der Hass den die Menschen tagtäglich mit sich herumtragen ist die Manifestation der eigenen inneren Dämonen. Ich würde nie so weit gehen von mir selbst zu behaupten keine dieser Dämonen in mir zu haben doch ich glaube, die Erkenntnis der selbigen ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Natürlich spreche ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dergrossepagliacci.wordpress.com&amp;blog=12595955&amp;post=193&amp;subd=dergrossepagliacci&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Neid, die Eifersucht und der Hass den die Menschen tagtäglich mit sich herumtragen ist die Manifestation der eigenen inneren Dämonen. Ich würde nie so weit gehen von mir selbst zu behaupten keine dieser Dämonen in mir zu haben doch ich glaube, die Erkenntnis der selbigen ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.</p>
<p>Natürlich spreche ich hierbei von Selbsterkenntnis wenn man erst mal anfängt Dinge, die einem an anderen Menschen negativ aufstoßen, nicht mehr direkt zu kritisieren sondern nach der Ursache des Missfallens sucht wird man diese höchstwahrscheinlich in sich selbst finden. Die Tatsache, dass man nicht in der Lage ist sich mit gewissen Zügen anderer Personen zu arrangieren, nur weil man unfähig ist zu akzeptieren das dass Gegenüber eine gewisse Eigenschaft verkörpert die man in sich selbst nicht findet.</p>
<p>Natürlich liegt es an uns selbst wenn wir mit anderen nicht klar kommen und vielleicht sogar soweit gehen diese Personen schlecht zu machen oder schlimmeres. Wenn wir diese Energie aufwenden würden um unsere Einstellung in den Punkten zu überdenken die uns an Anderen aufstoßen wäre unsere Gesellschaft eine Bessere.</p>
<p>Doch wo nur anfangen? Natürlich bei sich selbst.</p>
<p>Ich habe Menschen beneidet, ich habe Menschen verachtet, ich habe Menschen schlichtweg ignoriert doch meist aus Gründen für die ich letztendlich eine Ursache in mir selbst gefunden habe. Ich werde natürlich niemals mit allen auskommen, dass ist auch nicht meine Intention. Mit dieser Erkenntnis kann ich nun besser akzeptieren wenn Menschen mich meiden. Ich für meinen Teil habe noch ein hartes stück Arbeit vor mir. Es ist oft zu bequem anderen die eigenen Unzulänglichkeiten unter zu schieben, daher heißt es in Zukunft noch reflektierter aufzutreten um jedem Menschen die gleiche Chance einzugestehen.</p>
<p>Wobei ich es, als Zyniker, dabei sicher nicht leicht haben werde. Einen Großteil der täglichen Begegnungen würde ich ohne Zynismus niemals bewältigen. Eine gute Freundin die eine stark ausgeprägte Helferader hat sagte mir vor einiger Zeit &#8222;Mann kann nicht jeden Retten&#8220; doch zu dieser Zeit hatte ich mein Helfersyndrom jedoch weitestgehend überwunden. Es gilt nun also einen Mittelweg zu finden um mit sich selbst besser ins Reine zu kommen. Doch Gedankengänge die zu Neid, Hass und Eifersucht führen gilt es zu verbarrikadieren und anschließend den Schlüssel weg zu werfen. Sie führen zu einer inneren Unzufriedenheit die einem selbst Steine in den Weg legt. Kurz gesagt wenn man sich diesen Gedanken hingibt haben die Dämonen schon gewonnen.</p>
<p>Letztendlich ist dies vielen Leuten vor mir klar geworden und wahrscheinlich hätte ich den ganzen Blogpost mit einem einzigen Zitat abtun können, aber es geht ja schließlich um mich und meine Überlegungen zu der Thematik, sicher keine großen Worte doch für mich persönlich gut und wichtig.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dergrossepagliacci.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dergrossepagliacci.wordpress.com/193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dergrossepagliacci.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dergrossepagliacci.wordpress.com/193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dergrossepagliacci.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dergrossepagliacci.wordpress.com/193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dergrossepagliacci.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dergrossepagliacci.wordpress.com/193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dergrossepagliacci.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dergrossepagliacci.wordpress.com/193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dergrossepagliacci.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dergrossepagliacci.wordpress.com/193/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dergrossepagliacci.wordpress.com/193/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dergrossepagliacci.wordpress.com/193/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dergrossepagliacci.wordpress.com&amp;blog=12595955&amp;post=193&amp;subd=dergrossepagliacci&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>25.10.2012</title>
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		<pubDate>Tue, 10 May 2011 22:56:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dergrossepagliacci</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stories]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern habe ich Schreibzeug gefunden und direkt, ohne mir viele Gedanken darüber zu machen, angefangen zu Schreiben. Es ist einfach nur befreiend endlich ein Ventil zu haben. Es ist so unglaublich viel passiert im letzten Jahr das es mir oft wie ein schlechter Film vorkommt. Jetzt da ich die Möglichkeit habe festzuhalten was Geschehen ist, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dergrossepagliacci.wordpress.com&amp;blog=12595955&amp;post=175&amp;subd=dergrossepagliacci&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern habe ich Schreibzeug gefunden und direkt, ohne mir viele Gedanken darüber zu machen, angefangen zu Schreiben. Es ist einfach nur befreiend endlich ein Ventil zu haben. Es ist so unglaublich viel passiert im letzten Jahr das es mir oft wie ein schlechter Film vorkommt. Jetzt da ich die Möglichkeit habe festzuhalten was Geschehen ist, werde ich dieses Mittel nutzen um meine Eindrücke festzuhalten.<br />
<span id="more-175"></span><br />
Fakt ist, dass ich mich nun seit mehreren Wochen in einer verlassenen Lagerhalle aufhalte. Es ist ein sicherer Ort ich konnte bisher vermeiden beim Einsteigen in die Halle gesehen zu werden. Mein Vertrauen in andere Menschen habe inzwischen fast restlos verloren. Seit etwa zwei Monaten sind an vielen Orten Plakate angeschlagen. Die Plakate sind im Stil der alten Bundesregierung erstellt. Sie ähneln fast der &#8222;Du bist Deutschland&#8220; Kampagne die vor ein Paar Jahren das ganze Land überzog. Es wird für das Bundesimplantat geworben. Die Menschen werden aufgefordert einen der Sammelpunkte aufzusuchen oder den Eskorten zu den selbigen zu folgen. Einige Plakate beteuern, dass durch das Implantat die Nahrungsmittelversorgung gewährleistet würde. Aufgrund der Verknappung aller Resourcen und der massiven Anzahl illegaler Einwohner ist der Bezug von Nahrung nur für die Menschen gesichert die sich das Implantat einsetzen ließen. Ich vermute es ist eine Art RFID-Chip der den Menschen eingesetzt wird. In meinen Augen sind die Eskorten, mit ihren schwarzen Masken und den automatischen Gewehren eher eine Art Säuberungstruppe. Es gibt Sammelpunkte in jedem Ort, wer nicht freiwillig erscheint wird von einer Eskorte abgeholt.</p>
<p>Offensichtlich gehen die Truppen nach Meldelisten vor. Allerdings konnte ich noch nicht beobachten was mit den Menschen an den Sammelpunkten geschieht. Vor einigen Wochen bin in eine Kleinstadt gekommen in deren Zentrum  sich etwa 200 Menschen versammelt hatten. Ich habe den Ortskern weiträumig umkreist um nicht gesehen zu werden. An einigen Häuserecken konnte ich jedoch einen Blick in die zum Zentrum führenden Straßen werfen, alle Zugänge zum Marktplatz waren von bewaffneten Soldaten gesichert. Es waren einige LKWs gepartkt, Viehtransporter.  Einer der Transporter startete und verließ die Stadt in östlicher Richtung,  genau konnte ich es nicht sehen aber ich bin mir sicher eine menschliche Hand in einem der Lüftungsschlitze entdeckt zu haben.</p>
<p>Doch es wurden nicht alle Leute abtransportiert, immer wieder wurden einzelne Personen oder auch ganze Familien durch die Absperrung gelassen. Eine Frau von etwa 30 Jahren kam mir bedrohlich nahe, als ich gerade von einem Geräteschuppen im Garten eines Hauses über die Straße in den nächsten Garten lief. Ich denke nicht, dass sie mich sehen konnte, ich war gerade über den Zaun gesprungen und hatte mich hinter die Hecke gelegt als sie um die Ecke der Straße bog. Durch den Zaun konnte ich einen Blick auf die Frau werfen. Sie wirkte sehr apathisch, ihr glasiger Blick war auf ihre rechte Hand gerichtet, die Hand war bandagiert.  Für mich zog ich den Schluss, dass die Menschen die Menschen die sich freiwilig das Implantat einsetzen ließen nicht abtransportiert wurden. Sicher ob dies für jeden Freiwilligen galt bin ich mir jedoch nicht.</p>
<p>Ich könnte heute nicht sagen warum ich mich dazu entschied unterzutauchen, es war eine Art innerer Impuls der mich dazu bewegt hat. Den letztlich finalen Auslöser meiner Flucht könnte ich heute nicht mehr nennen. Die Stadt zu verlassen war für mich die einzig logische Konsequenz. Bevor mir das bewusst wurde versuchte ich einige male von offizieller Stelle eine Stellungnahme zu erhalten, doch die Bürgerämter waren fast immer geschlossen und wenn geöffnet von maskierten Milizen bewacht. Meine Freunde und Bekannten waren schwer auffindbar, ohne Handy und Internet musste man Glück haben jemanden zu begegnen den man kannte. Einigen Bekannten bin ich eher zufällig begegnet. Die Gespräche verliefen stets nach dem selben Schema. Keiner wusste was eigentlich genau los war, jeder war bemüht für sich und seine Lieben irgendwas essbares aufzutreiben. Zigaretten waren ein wertvolles Zahlungsmittel geworden. Doch keiner hatte mehr welche übrig. Die wenigen Automaten die noch in der Öffentlichkeit standen waren zu der Zeit längst aufgebrochen worden.</p>
<p>Nachts waren in der Stadt häufig Schüsse zu hören, der Stadtmarkt wurde von Militär bewacht, maskierte Soldaten die neben Panzern einige wenige Marktstände bewachten und jede Person kontrollierten die etwas einkaufen wollte. Wie bereits erwähnt habe ich mich nach dem Verlust meines Jobs mit Tagelöhnerarbeiten über Wasser gehalten, somit konnte ich mir genug Proviant ansammeln um letztendlich aus der Stadt zu flüchten, keinen Tag zu früh wie es mir heute scheint.</p>
<p>Es sind einfach zu viele Punkte die Unklar sind. Ich bin mir sicher das unsere einstige Regierung von einer Art Elite ersetzt wurde die nun versucht das Chaos wieder in geordnete Bahnen zu bringen. Die Gesellschaft wie wir sie bis Mitte 2011 kannten hat aufgehört zu exsistieren. Heute gilt Auge um Auge, Zahn um Zahn doch so wie es aussieht liegt die Gewalt bei Menschen die Ihre Macht dazu verwenden die Menschheit auf ein notwendiges Minimum von Arbeitern zu reduzieren und sich selbst dabei eine Art Gottstatus zu schaffen.</p>
<p>Wenn man mal die versucht die Welt aus der sicht der oberen 10.000 zu sehen ist es irgenwie nachvollziehbar, dass diese Menschen versuchen den Fortbestand der Menschheit dadurch zu sichern, dass sie große Teile der Gesellschaft aussortieren und den Rest versklaven um sich ein schönes Leben zu machen.</p>
<p>Aber das ist nur meine subjektive Einschätzung der Situation, ich kann nur für uns alle hoffen das ich mich damit irre.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dergrossepagliacci.wordpress.com/175/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dergrossepagliacci.wordpress.com/175/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dergrossepagliacci.wordpress.com/175/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dergrossepagliacci.wordpress.com/175/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dergrossepagliacci.wordpress.com/175/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dergrossepagliacci.wordpress.com/175/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dergrossepagliacci.wordpress.com/175/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dergrossepagliacci.wordpress.com/175/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dergrossepagliacci.wordpress.com/175/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dergrossepagliacci.wordpress.com/175/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dergrossepagliacci.wordpress.com/175/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dergrossepagliacci.wordpress.com/175/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dergrossepagliacci.wordpress.com/175/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dergrossepagliacci.wordpress.com/175/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dergrossepagliacci.wordpress.com&amp;blog=12595955&amp;post=175&amp;subd=dergrossepagliacci&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>24.10.2012</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Apr 2011 20:36:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dergrossepagliacci</dc:creator>
				<category><![CDATA[Stories]]></category>
		<category><![CDATA[Tagebuch]]></category>

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		<description><![CDATA[Dies ist der erste Teil einer Geschichte die mir schon länger im Kopf herrumgeistert. Ich versuche in Tagebuchform die Erlebnisse eines Überlebenden wiederzugeben der nach dem Zusammenbruch der Gesellschaft scheinbar den Absprung geschafft hat. Bitte zahlreich bewerten und kommentieren. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich weitermache.<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dergrossepagliacci.wordpress.com&amp;blog=12595955&amp;post=163&amp;subd=dergrossepagliacci&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hatte in den letzten Monaten viel zu selten Gelegenheit die Geschehnisse aufzuschreiben, geschweige denn intensiv darüber nachzudenken was eigentlich passiert ist. Ich hoffe ich schaffe es die Chronologie der letzen Monate richtig wiederzugeben.</p>
<p><span id="more-163"></span>Bisher musste ich  meistens einfach nur reagieren um zu Überleben. Ich schreibe diesen Text um mir über einige Dinge klar zu werden. Ob er jemals von jemanden gelesen wird ist mir eigentlich egal. Nur soviel steht fest, wenn die Regierung ihn jemals findet wäre es besser ich bin schon lange tod.</p>
<p>Heute ist ein guter Tag, ich habe es sogar länger als eine halbe Stunde geschafft die Lagerhalle zu verlassen. Beinahe wäre ich  einer  Patrouille direkt in die Arme gelaufen. Ich konnte mich gerade noch im Straßengraben verstecken. Dank der Tarnkleidung wurde ich nicht entdeckt, zu meinem Glück waren es auch nur zwei Soldaten und keine Hunde. Ich will nicht riskieren entdeckt zu werden, mir ist klar, dass ich nach erfolgreicher Identifizierung durch eine Patrouille in eines der Lager gebracht werde. Nicht klar ist mir jedoch was genau mit den Menschen in den Lagern geschieht, doch ich bin mir sicher das keiner von dort jemals zurück kommen wird. Dennoch ein guter Tag, ich habe einen Schreibblock und einige Kugelschreiber gefunden.</p>
<p>Wie konnte sich nur so schnell alles in Scheiße verwandeln? Es kommt mir wie gestern vor, dass ich morgens zur Arbeit ging und 9 Stunden meinem öden Job nachging, nach der Arbeit hab ich mir irgendwo was zu Essen geholt und vielleicht noch ein paar Flaschen Bier dann ab nach Hause,  am nächsten Tag ging das Spiel wieder von vorne los. Heute ist jeder Tag eine Herausforderung. Vermutlich wäre ich bereits Monate nicht mehr am Leben, wenn ich nicht dieses alte Lagerhaus gefunden hätte. Hier ist genug Reis gelagert um über den Winter zu kommen. Wasser gibt es hier auch, ich schätze der Tank wird wohl an die 500 Liter fassen, bisher habe ich nicht viel verbraucht. 20 &#8211; 30 Liter vielleicht. Den Reis koche ich im Keller an der Nordseite des Gebäudes ist ein kleines Fenster ausdem  der Rauch abzieht, ich denke nicht das dies jemandem auffällt.</p>
<p>Schon Mitte 2011 gab es immer häufiger keinen Strom, angeblich war die Abschaltung der AKWs zu voreilig veranlasst was zu einem zusammen bruch der Stromnetze führte. Die Medienberichte wollte und konnte ich zu diesem Zeitpunkt nicht ernstnehmen. Nicht das es mich sonderlich interessiert hätte ich war wie die meisten zu der Zeit an ganz anderen Dingen interessiert. Aufgrund der Hyperinflation sind im Sommer die Preise für Lebensmittel sowie für alles andere rapide gestiegen. Im August war es schon kaum noch möglich mit  Geld für irgendwas zu bezahlen, es verlor einfach zu schnell an Wert. Alles was nicht zum Überleben benötigt wurde versuchte man gegen Narung einzutauschen. Aber wer braucht schon DVDs und Computerteile wenn es kaum genug Strom für die Lampen gibt. Als Verkäufer von Computerzubehör wurde ich von der ersten Entlassungswelle voll erwischt hat. Danach konnte ich mich noch eine Zeit lang mit Helferjobs bei wohlhabenderen Bürgern über Wasser halten. Doch auch deren Vertrauen ließ immer mehr nach. Ich war schon zufrieden wenn für einen Tag Arbeit ein warmes Essen bekam. Häufig war das schon zu viel verlangt.  Ein echter Glücksgriff ist mir im Juli gelungen als ich einem alten Landwirt beim Schlachten seiner letzten beiden Kühe geholfen habe. Er gab mir neben einem guten Kilo Dörrfleisch eine alte Luger und zwei Schachteln mit Munition. Ohne die antike aber zuverlässige Pistole hätte ich es wohl kaum bis hier geschafft. Anfang August musste ich meine Wohnung aufgeben, ich hatte ohnehin schon fast meinen ganzen Besitz gegen Nahrung oder Kleidung eingetauscht, war ich gezwungen mit meinem Schlafsack jeden Abend ein neues Quartier zu suchen.</p>
<p>Kurz darauf habe ich die Stadt verlassen, dort war es einfach nicht mehr sicher, viel zu viele Leute waren Nachts auf den Straßen unterwegs und suchten neben einem sicheren Schlafplatz häufig auch die nächste Gelegenheit jemandem sein Hab und Gut abzunehmen. Die meisten Menschen waren auf eigene Faust unterwegs. Familien wurden zu dem Zeitpunkt noch von staatlichen und kirchlichen Einrichtungen versorgt. Als Einzelgänger hatte ich von dieser Seite keine Hilfe zu erwarten. Versucht habe ich es nicht da ich mich nirgends namentlich registrieren wollte. Vermutlich waren die Missionsplätze bereits Vormittags belegt. Viele der Häuser und Hallen die leer standen wurden von Ihren Besitzern bewacht. Einbrecher wurden erschossen, die Polizei schien das nicht zu interessieren, man sah die Ordnungshüter eigentlich nur noch bei Großeinsätzen zum Vorschein und glich eher einer anonymen Armee.</p>
<p>Kurz bevor ich der Stadt endgültig den Rücken gekehrt habe erzählte mir ein pensionierter Lehrer, während wir seinen Vorgarten um gruben in dem er Nahrung für sich und seine Familie anpflanzen wollte, von nächtlichen Einbrüchen der Staatsarmee in die Häuser seiner Nachbarn. Er habe Beobachtet, wie scheinbar wahllos ganze Familien, abgeführt und Lastwagen verladen wurden. Wahllos wirkte es auf ihn,  nicht nur weil er verschont wurde.  Die Häuser von fast allen Ausländern in der Straße wurden nachts von bewaffneten Gruppen gestürmt und die Bewohner abgeführt wurden. Da jedoch auch einige seiner deutschstämmigen Nachbarn abgeführt wurden konnte er kein klares Schema erkennen. Mit welcher rechtlichen Grundlage dies passierte konnte er sich nicht erklären. Die Zeitungen und das Fernsehen waren zu diesem Zeitpunkt schon lange verstummt und ein funktionierender Internetzugang war vermutlich schon seit Anfang Juli nicht mehr zu bekommen. Es gingen zwar Gerüchte herrum das es drastische Gesetzesänderungen gegeben hat, ebenso sollte schon seit geraumer Zeit der Ausnahmezustand für ganz Deutschland ausgerufen worden sein. Doch sicher bestätigen konnte es niemand, es waren eben nur Gerüchte.</p>
<p>Das Gespräch mit dem Lehrer veranlasste mich dazu nach Möglichkeit nicht mehr aufzufallen ich legte mir Tarnkleidung zu und versuchte wann immer möglich die Menschenmenge zu meiden. Oft genug habe ich un unmittelbarer Umgebung Schüsse gehört, mal vereinzelt und dann wieder regelrechte Sperrfeuer, jedoch habe ich nie irgendwo einen toten liegen sehen. Außerdem konnte ich nie sehen wer von wem beschossen wurde.</p>
<p>Ich werde versuchen nun täglich einen neuen Eintrag zu schreiben. Ich hoffe sehr das ich es schaffe meine Gedanken so strukturiert auf Papier bringen zu können, das mir dadurch irgendwann, wenn auch nur ansatzweise, klar wird was mit unserer Gesellschaft geschehen ist. Es ist dunkel geworden draußen, besser ich lösche das Feuer.</p>
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		<title>Arsch zu sein dagegen sehr</title>
		<link>http://dergrossepagliacci.wordpress.com/2011/03/16/arsch-zu-sein-dagegen-sehr/</link>
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		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 21:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dergrossepagliacci</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mind Candy]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer diesen Blog aufmerksam verfolgt oder den Autor näher kennt dürfte mitbekommen haben das ich mich im Zwischenmenschlichen dem Arschsein verschrieben habe. Zumindest was die Beziehungen zu potentiellen Bettgeschichten betrifft. Der folgende Text handelt nun von meiner Arschwerdung sowie von Erfolg und Misserfolg auf diesem Pfad. Ausschlaggebend für meinen Sinneswandel war ein Erlebnis im letzten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dergrossepagliacci.wordpress.com&amp;blog=12595955&amp;post=149&amp;subd=dergrossepagliacci&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer diesen Blog aufmerksam verfolgt oder den Autor näher kennt dürfte mitbekommen haben das ich mich im Zwischenmenschlichen dem Arschsein verschrieben habe. Zumindest was die Beziehungen zu potentiellen Bettgeschichten betrifft. Der folgende Text handelt nun von meiner Arschwerdung sowie von Erfolg und Misserfolg auf diesem Pfad.</p>
<p><span id="more-149"></span>Ausschlaggebend für meinen Sinneswandel war ein <a href="http://dergrossepagliacci.wordpress.com/2010/06/29/bild-der-frau/">Erlebnis</a> im letzten Jahr das zwar im Nachhinein betrachtet eher Banal dennoch grundlegend für diese Erkentnis war.</p>
<p><strong>Als netter Kerl kommst du überall hin doch nur selten ins Hösschen einer hübschen Frau.</strong></p>
<p>Auch wenn man dabei keineswegs von edlen Motiven sprechen kann geht es doch im Großen und Ganzen immer nur um das Eine zumindest auf der animalischen Ebene unserer Gedanken. Fortpflanzung mit sovielen Weibchen wie nur möglich. Streuung des Erbguts in alle Richtungen. Wenn man erstmal verstanden hat, dass dieses Motiv für die meisten Handlungen eines Mannes federführend ist, kommt man zu dem unausweichlichen Schluss das der Zweck hierbei die Mittel heiligt.</p>
<p>Wie bereits im damaligen Blogeintrag erwähnt sind es ja die Frauen die ein Spiel spielen möchten, welches diejenigen von uns Männern, die das Spiel nicht beherrschen, oder es schlicht und einfach nicht können, von vornherein verloren haben. Natürlich nicht in jedem Kontext doch im allgegenwärtigen Wettkampf in den Clubs und Kneipen dieser Nation stehen die Chanchen bei null oder sogar darunter.</p>
<p>Wenn man sich mit der Literatur zum Thema &#8222;Faustrecht&#8220; und &#8222;Recht des Stärkeren&#8220; näher ansieht wird schnell klar das dieses Prinzip so tief in uns Menschen verwurtzelt ist das wir es nur schwer Leugnen können. Ich gehe sogar soweit zu sagen das jeder der die Rolle des Alphamännchens spielen kann, wenn auch nur für wenige Stunden am Samstagabend, in jedem x-beliebigen Jagtgebiet erfolgreich eine Frau für eine Nacht von sich überzeugen kann.</p>
<p>Zu Anfang waren mir die Regeln des Spiels zutiefst zuwider und auch heute muss ich mich regelmäßig selbst überwinden meine &#8222;Gute&#8220; Seite zu verbergen um nicht alleine nach Hause gehen zu müssen. Auch meine Überzeugung in einer zivilisierten Gesellschaft zu leben, die eigentlich &#8222;höhere&#8220; Ziele verfolgen müsste, wird dabei jedes mal in Frage gestellt. Für meine Arschwerdung war ein (weiteres) Alter-Ego nötig, welches problemlos über diese moralischen Bedenken hinwegsieht.</p>
<p>Ein wunderbares, wenn auch extrem skuriles, Beispiel für die Schitzophrenie dieser Gesellschaft.</p>
<p>Manchmal meldet sich mein Verstand, trotz massiver betäubung durch Alkohol, mitten im Spiel bei mir. Häufig habe ich das Gefühl mich selbst dabei zu beobachten und ein Teil von mir kann kaum fassen, dass es tatsächlich Funktioniert. Die Geschlechtskollegen, die mich auf meinen Beutezügen begleitet haben, stießen schon so manches &#8222;das gibts doch nicht&#8220; oder &#8222;unglaublich&#8220; aus.</p>
<p>Ich will hier auch gar keine Fallbeispiele nennen, obwohl ich es eigentlich zuerst vorhatte. Ich denke nun jedoch es wäre zu Privat, eigentlich geht es auch niemanden etwas an, wie ich das Spiel spiele und mit welchen plumpen aber dennoch sehr kreativen Sprüchen ich es letztendlich schaffe den Willen einer Frau zu brechen.</p>
<p>Das Prinzip ist jedoch einfach und entspricht zu 100% des Weltbildes von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Anton_LaVey"><strong>Anton Szandor LaVey</strong></a> umgemünzt auf die Zwischenmenschlichkeit von Mann und Frau. Ich will nicht sagen das ich die Ansichten voll und ganz teile, gerade LaVey&#8217;s Doktrin zur sexualität teile ich keineswegs. Jedoch sei an dieser Stelle erwähnt, dass ich mich schon früh mit allen großen Religionen beschäftigt habe und die satanische Konfession (die weniger mit dem Teufel zu tun hat als der Name vermuten lässt) bisher die einzige ist welche mich durch die praktische Anwendung weiter gebracht hat. Die Moralapostel (nicht nur Frauen) unter euch werden sich vermutlich darüber echauffieren und mich ein unmenschliches Schwein nennen. Doch diese Anschuldigungen kann ich nur schmunzelnd mit diesen Worten quitieren.</p>
<p><strong>&#8222;hey wie gesagt es geht um das menschlichste Thema überhaupt.&#8220;</strong></p>
<p>Der aufmerksame Leser frägt sich nun sicher: &#8222;warum diese Überschrift?&#8220; Naja es ist immerhin nicht alles Gold was glänzt. Zwar ist es herrlich einfach ein Arschloch zu sein den Willen einer Frau zu brechen und ich mit seinen niederen Bedürfnissen an ihr zu bedienen, doch wer glaubt weiterhin auf Ehrlichkeit setzen zu können hat sich ganz gewaltig getäuscht. Denn bisher hat sich jede Beziehung innerhalb kürzester Zeit selbst zerstört nachdem ich den Mädels meine grundehrlichen Ansichten zu diesem Thema serviert habe. Ich finde diese Reaktion, auch wenn sie verständlich ist, zutiefst paradox. Solange ich die Rolle des Arschlochs spiele kann ich mit diesen Frauen in der Regel machen was ich will, nur mit der Wahrheit und der Tatsache das ich mit ihnen Spiele kommt keine Klar.</p>
<p>Dies alles führt mich unausweichlich zu dem Schluss das wir nach wie vor Höhlenbewohner sind und uns in den letzten 20.000 Jahren nur in der obersten Bewustseinsschicht weiterentwickelt haben. Jegliche unterbewuste Reaktion wird noch nach dem gleichen Schema abgehandelt wie damals. Spätestens wenn Moral und Weltbild in Frage gestellt werden setzt es bei den meisten Menschen aus. Ob wir angesichts dieser Tatsache wirklich von Evolution sprechen können zweifle ich inzwischen enorm an.</p>
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		<title>Möglichkeiten</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jan 2011 16:28:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dergrossepagliacci</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mind Candy]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Möglichkeiten sind allgegenwärtig, in dieser &#8222;absolut freien&#8220; Gesellschaft ist es schwer geworden echte Möglichkeiten von irationalen Wunschvorstellungen zu trennen. Ich persönlich merke wie mich mehr und mehr Möglichkeiten in meiner freien Entscheidungsfindung blockieren und mir einfache Urteile verkomplizieren. Mit dem Wechsel in einen anderen Lebensraum hat sich diese Situation nicht gerade verbessert, mit der größe [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dergrossepagliacci.wordpress.com&amp;blog=12595955&amp;post=144&amp;subd=dergrossepagliacci&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Möglichkeiten sind allgegenwärtig, in dieser &#8222;absolut freien&#8220; Gesellschaft ist es schwer geworden echte Möglichkeiten von irationalen Wunschvorstellungen zu trennen. Ich persönlich merke wie mich mehr und mehr Möglichkeiten in meiner freien Entscheidungsfindung blockieren und mir einfache Urteile verkomplizieren.</p>
<p><span id="more-144"></span>Mit dem Wechsel in einen anderen Lebensraum hat sich diese Situation nicht gerade verbessert, mit der größe der Stadt wächst auch die Zahl der Gelegenheiten. Wenn man wie ich ein Mensch ist der aufgrund einiger, im Nachhinein betrachtet, falschen Entscheidungen zur übertriebenen Verkopfung neigt, kann es schon mal passieren das man echte Möglichkeiten erst erkennt wenn sie lächelnd an einem vorüber gezogen sind.</p>
<p>In einer Gesellschaft in der prinzipiell alles möglich ist kann wird man schnell gefangener seiner Freiheiten. Denn all zu oft kommt es, wenn man sich auf etwas einlässt,  unabdingbar zum Verlust anderer Möglichkeiten.  Wenn man sich dessen bewusst wird kann es schnell passieren das man am Ende zwar mit einer Menge Optionen dasteht diese jedoch nicht Wahrnimmt da die Freiheit alles zu tun in jedem Fall erhalten bleiben soll. Dies macht uns zu gefangenen unserer Freiheit, wir werden unzufriedener mit den Resultaten unserer Entscheidungen und hören irgendwann auf es zu versuchen.</p>
<p>Ich habe heute schon morgens in der S-Bahn eine unzahl an Chancen die ich mir ausmahlen kann. Die hübsche Blondine gegenüber, oder doch die süsse Farbige. Ich könnte mich zweifellos schnell verlieben. Es kommt dann durchaus auch mal vor das ich eine dieser Personen anspreche und meist läuft es auch positiv ab. Doch in der Regel habe ich bis zum zweiten Date bereits so viele  Eigenschaften an der möglichen Partnerin gefunden, mit denen ich mich einfach nicht abfinden will. Aufgrund der großen Auswahl bin ich überzeugt davon, dass ich es besser treffen kann, durch diese denke wird es schwer sich mit einem Menschen abzufinden.</p>
<p>Glücklicherweise habe ich ohnehin keine Lust auf eine monogame Beziehung und kann gut damit leben wenn diese Frauen irgendwann weiter ziehen und mich zurücklassen. Was aber wenn nun diese eine Person kommt die alles andere in den Schatten stellt? Die unzahl an eventualitäten macht mir etwas angst das ich diese Person glatt übersehe oder nicht sofort erkenne. Zumindest habe ich es in diesem Punkt offenbar noch nicht übertrieben. Schließlich bin ich noch dabei es aktiv zu &#8222;versuchen&#8220;. Es bleibt jedoch zu befürchten, dass ich irgenwann an einen Punkt komme, an dem es mir Logisch erscheint das Versuchen einzustellen, da das schier unauschöpfliche Potential mir über den Kopf wächst.</p>
<p>Nicht nur in der Partnerwahl trift das Prinzip von der &#8222;Gefangenschaft in Freiheit&#8220; zu. Egal ob bei der Jobsuche oder den finanziellen Entscheidungen, die wir täglich treffen, ist es zu einem Glückspiel geworden das richtige Los zu ziehen. Wir sind überfordert von all den schönen glänzenden Angeboten. Auch wenn ich ein Mensch bin der sich ziemlich sicher ist was er vom Leben erwartet, der sich im klaren ist was er möchte und worauf er problemlos verzichtet, habe ich so meine Probleme mit der Freiheit und hoffe diese angemessen auszuschöpfen.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/dergrossepagliacci.wordpress.com/144/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/dergrossepagliacci.wordpress.com/144/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/dergrossepagliacci.wordpress.com/144/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/dergrossepagliacci.wordpress.com/144/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/dergrossepagliacci.wordpress.com/144/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/dergrossepagliacci.wordpress.com/144/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/dergrossepagliacci.wordpress.com/144/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/dergrossepagliacci.wordpress.com/144/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/dergrossepagliacci.wordpress.com/144/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/dergrossepagliacci.wordpress.com/144/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/dergrossepagliacci.wordpress.com/144/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/dergrossepagliacci.wordpress.com/144/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/dergrossepagliacci.wordpress.com/144/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/dergrossepagliacci.wordpress.com/144/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dergrossepagliacci.wordpress.com&amp;blog=12595955&amp;post=144&amp;subd=dergrossepagliacci&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Bullet for my Valentine</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 20:05:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dergrossepagliacci</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Stories]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange habe ich euch warten lassen, ich hätte gerne früher neue Texte nachgelegt. Aufgrund von krassen Veränderungen habe ich leider nicht eher die Zeit gefunden zu schreiben. Doch nun ist es soweit, ich präsentiere euch den zweiten Text aus der Reihe: „Zufällige Akte unbewusster Dummheit“. Es ist noch nicht ganz ein Jahr her das ich [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dergrossepagliacci.wordpress.com&amp;blog=12595955&amp;post=133&amp;subd=dergrossepagliacci&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange habe ich euch warten lassen, ich hätte gerne früher neue Texte nachgelegt. Aufgrund von krassen Veränderungen habe ich leider nicht eher die Zeit gefunden zu schreiben.</p>
<p>Doch nun ist es soweit, ich präsentiere euch den zweiten Text aus der Reihe: „Zufällige Akte unbewusster Dummheit“.</p>
<p><span id="more-133"></span>Es ist noch nicht ganz ein Jahr her das ich den ersten Valentinstag als Single bestreiten musste. Nicht das mich dieser Tag jemals sehr interessiert hätte. Doch wenn man in einer Beziehung ist sollte man zumindest Interesse für dieses Marketingspektakel heucheln.</p>
<p>Der 14. Februar 2010 hat mich jedoch stärker geprägt als jeder Valentinstag zuvor. Ich war damals seit nicht ganz einem halben Jahr Single und hatte keine Lust dem Tag irgendeine Bedeutung einzuräumen. Da es Sonntag war kam mir meine Couch nur allzu bequem vor. Als mich Manni, ein alter Schulfreund gegen Mittag anrief hatte ich gerade erst Gefrühstückt. Da wir einige Tage zuvor bereits gechattet hatten wusste ich das Manni seit kurzem auch wieder Single war, wir verabredeten uns kurzer Hand gegen 14 Uhr einen Kaffee trinken zu gehen. Grund genug endlich aufzustehen und mit dem Reinigungsprogramm zu starten.</p>
<p>Gerade als ich mich auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt machen wollte klingelte mein Handy erneut. Manni wirkte aufgelößt er meinte nur &#8222;bleib zuhause ich bin gleich da und hol dich ab&#8220;. Keine 10 Minuten später stand er vor meiner Haustüre. &#8222;Was is passiert?&#8220; wollte ich wissen. Er forderte mich auf einzusteigen er würde mir unterwegs erklären was los sei. Ich hatte ja ohnehin nichts besseres vor und stieg also in seinen kupferfarbenen BMW.</p>
<p>Nach einigen Minuten Smalltalk der sich überwiegend um sein neues Auto drehte konnte ich mich nicht länger zurückhalten. &#8222;Warum die Planänderung?&#8220; wollte ich wissen. &#8222;Kurz nach unserem Telefonat hat mich Sergio, ein Arbeitskollege angerufen&#8220; klärte Manni mich auf. &#8222;Er ist total fertig weil seine Alte mit ihm Schluss gemacht hat. Sie haben sich ordentlich gefetzt und ist mal wieder handgreiflich geworden&#8220;.  &#8222;Mal wieder&#8220; grinste ich &#8222;Und du sollst jetzt die Beziehung retten oder was?&#8220;  Manni sah das mich das ganze offensichtlich sehr erheiterte und ergänzte &#8222;Ganz so einfach ist es wohl nicht der Bruder seiner Freundin ist wohl auch noch auf ihn losgegangen, Sergio hat die Bullen gerufen&#8220; In diesem Moment spielten sich diverse Szenarien vor meinem inneren Auge ab, auch wenn mein Kopfkino durchaus viele Situationen durchlief würden diese von der bitteren Realität an diesem Tag weit in den Schatten gestellt werden.</p>
<p>Nachdem ich mich einer Weile meinen Fantasien hingegeben hatte wollte ich wissen wohin die Reise eigentlich ginge. &#8222;Fürstenfeldbruck&#8220; Antwortete Manni kurz. Wir waren inzwischen auf der Autobahn angekommen und mussten etwa die halbe Strecke hinter uns gebracht haben. Mir war immernoch nicht ganz klar wie ich das &#8222;mal wieder&#8220; mit den Handgreiflichkeiten von Sergios Freundin in einklang bringen sollte. Als ich Manni fragte wie gut er Sergios Freundin kenne meinte er nur &#8222;Garnicht, ich kenn ja Sergio kaum. Hab auch keinen Plan warum er grade mich anruft.&#8220;</p>
<p>Gegen 15 Uhr kamen wir am Haus von Sergios Freundin an. Wir entschieden jedoch vorerst als Zaungäste an Selbigem stehen zu bleiben. In der Einfahrt standen zwei Polizeiautos, Drei Polizisten gingen gerade zur Haustür. Ich setzte mich auf die Motorhaube des BMW und bemühte mich nicht zu begeistert von der sich mir bietenden Szenerie auszusehen. Kurz bevor der erste Cop die Türklingel erreichte ging die Haustüre auf und ein verdutzt dreinschauender Junger Kerl mit einem Wäschekorb in den Händen stand darin. &#8222;Abstellen und die Hände dahin wo  ich sie sehen kann&#8220; Keifte der Polizeibeamte den inzwischen Bleich gewordenen Burschen an. &#8222;Das ist Sergio&#8220; klärte Manni mich auf. Mein Grinsen war mir zu diesem Zeitpunkt schon fest ins Gesicht gemeißelt.</p>
<p>&#8222;Abstellen und Hände hoch&#8220; Wiederholte der Gesetzeshüter lautstark, während er seine Waffe aus dem Holster holte und sie auf Sergio richtete. Der kleinlaute Sergio war offensichtlich noch nicht anwesend er stammelte nur etwas das sich wie &#8222;ichab doch angerufen&#8220; anhörte und stellte den Wäschekorb der mit Klamotten und DVDs gefüllt war vor die Haustüre. Der Brüllende Polizist war inzwischen bei Sergio angekommen und nahm diesen zur Seite um seine Personalien zu überprüfen. &#8222;Schade das wir kein Popcorn mithaben&#8220; grinste ich zu Manni der von dem Szenario schwer beeindruckt schien. Die beiden anderen Cops stürmten in das Haus als hinge Ihr leben davon ab. Ich bot Manni eine Kippe an und ließ das Schauspiel weiter auf mich wirken.</p>
<p>Nach einigen Minuten kam der Sturmtrupp wieder aus dem Haus, sie führten einen ca. 16 jährigen Emobubi direkt zu einem der Polizeiwagen und setzten ihn auf den Rücksitz. Einer der Cops hatte einen Bananenkarton bei sich welchen er in den Kofferraum des Polizeiwagens stellte. Sergios befragung schien beendet, er holte seinen Wäschekorb und bewegte sich auf uns zu. Ich war inzwischen so begeistert vom erlebten, ich konnte kaum noch erwarten bis Sergio seine Geschichte erzählte. Er wirkte jedoch sehr verwirrt und bat Manni ihn erst mal zu sich nach Hause zu fahren damit er sich war anderes anziehen könne. Erst jetzt wurde mir klar, dass ich mich getäuscht hatte. Die Sweatpants die Sergio trug hatten kein total abscheuliches Muster, sie waren von einer grünlichen Flüssigkeit überzogen die inzwischen getrocknet war. Als wir ins Auto eingestiegen waren wunderte ich mich kurz darüber das Sergios Freundin überhaupt nicht zu sehen war. Hatte ich mich etwa getäuscht und der Emojunge war gar kein Junge. Ich beschloss jedoch voerst meine Fragen für mich zu behalten.</p>
<p>Ich blieb auf dem Rücksitz sitzen und wartete mit Manni bis Sergio wieder aus dem Reihenhaus kam, er hatte sich eine Jeans und ein frisches T-Shirt angezogen. &#8222;Lass uns zum Eiscafe auf die Hauptstraße fahren&#8220; sagte er als er wieder ins Auto stieg. Er wirkte sehr apathisch.</p>
<p>Am Eiscafe angekommen hielt ich es vor Spannung kaum noch aus. &#8222;hey Sergio erklär uns doch bitte endlich was da eben abgegangen ist&#8220; forderte ich ihn mit bemühter ernsthaftigkeit auf. &#8222;Ja Mann raus damit&#8220; ergänzte Manni der ebenfalls Probleme hatte nicht amüsiert zu wirken. Wir setzten uns in eine Ecke des halb leeren Eiscafes und Sergio begann seinen Monolog.</p>
<p>&#8222;Ich bin jetzt 3 Monate mit Katja zusammen, die letzte Woche habe ich jede Nacht bei Ihr verbracht. Ihre Eltern sind in Zürich und wir haben das Haus für uns. Abgesehen von ihrem bescheuerten Japan-Anime-Emo-Mistkind von Bruder.&#8220; Begann Sergio. &#8222;Katja flippt ständig aus wegen jeder Kleinigkeit, bisher haben wir uns aber immer gleich wieder versöhnt&#8220; Sein Gesichtsausdruck verzerrte sich zu einem gequälten Lächeln als er &#8222;Schließlich gab es jeden Abend Versöhnungssex&#8220; hinzufügte. Ich übte mich in Contenance. Er fuhr fort &#8222;Heute haben wir dann zusammen Mittagessen gekocht, ich habe Würstchen geschnitten und in die Kürbiscremesuppe geworfen. Auf einmal fährt sie mich an. <em>Das sind viel zu viele du Trottel, kannst du denn nie was richtig machen? </em>Passt schon sagte ich, du kannst sie ja rausfischen wenn es dir zu viele sind.&#8220; Seine Apathie war inzwischen einer art Gebrochenheit gewichen die ich bisher nur aus schlechten Kriegsfilmen kannte. &#8222;Dann ist sie ausgetickt und hat mir eine Gescheuert&#8220; Manni musste gemerkt haben das ich eine Frage auf den Lippen hatte und verhinterte nur Knapp das ich sie Aussprach indem er fest meinen Oberarm griff. Sergio der nichts von alldem wahrzunehmen schien fuhr fort. &#8222;Ich hab mich entschuldigt und gesagt das ich mich verschätzt habe mit den Würstchen. Daraufhin hat sie mir mit voller Wucht das Knie in die Eier gerammt, Mann es tut immernoch weh. <em>Ich hab ein für alle mal genug von dir du jämmerlicher Poser es ist vorbei verschwinde aus meinem Haus. Wenn ich zurückkomme möchte ich dich hier nicht mehr sehen. </em>Dann hat sie mir die heiße Suppe über die Hose geschüttet und ist gegangen, sie hat mich einfach am Boden liegen gelassen.&#8220;</p>
<p>Die Bedienung wollte von uns wissen was wir trinken möchten, Manni und ich orderten Kaffee Sergio eine heiße Schokolade, ich dachte für einen Moment er hat sie sich aber auch wirklich verdient der arme Junge. Sergio erzählte weiter. &#8222;Als ich wieder aufstehen konnte war sie schon weg, ich hab versucht sie anzurufen aber die Kuh ist nicht an ihr Handy gegangen. Also habe ich angefangen meine Sachen zu Packen. Auf einmal stürmt ihr kleiner Bruder in ihr Zimmer mit einem von seinen japanischen Dolchen in der Hand und brüllt mich an. <em>Was hast du meiner Schwester angetan? Du Drecksau ich stech dich ab! </em>Dann hab ich dem kleinen Wixer eine auf die Zwölf gehauen und er hat losgeheult wie ein kleines Mädchen.&#8220; &#8222;Wegen dem Vogel hast du die Bullen gerufen oder wie&#8220; Wollte Manni wissen. &#8222;Ja klar der Freak ist ein totaler Waffennarr der hat sogar ein Katana und so Zeug ich dachte wirklich der Sticht mich ab.&#8220; Mehr als ein &#8222;Fuck Mann!!&#8220; Brachte ich nicht fertig ohne lauthals loszulachen, schließlich habe ich das Bübchen ja gesehen Sergio musste gut zwei bis drei mal soviel Masse besitzen wie der Emo. &#8222;Ich hab ihn dann ihn Katjas Zimmer eingeschlossen und hab auf die Polizei gewartet.&#8220; &#8222;Wow krass&#8220; Staunte Manni. Ich hielt es einfach nicht mehr aus und sagte zu Sergio &#8222;Das ist ja echt mal ein beschissener Valentinstag, aber eins musst du mir erklären.&#8220; &#8222;Was denn?&#8220; zischte Sergio mich an. &#8222;Manni hat erwähnt, dass du gesagt hast, Katja sei mal wieder handgreiflich geworden, wenn ich dich richtig verstanden habe seit ihr erst drei Monate zusammen. Was muss ich mir denn unter mal wieder vorstellen?&#8220;  Sergio schwieg &#8222;Ich mein versteh mich nicht falsch aber ich möchte mir nur ein Bild von deiner Situation machen, hat sie dich einmal pro Woche verprügelt oder was?&#8220; fügte ich grinsend hinzu. Auch hierrauf bileb mir Sergio eine Antwort schuldig. Nach dem dritten Bier fing Sergio an von Zeit zu Zeit ein &#8222;Aber ich liebe sie doch&#8220; einzuwerfen, auch wenn es nicht wirklich zum Thema passte.</p>
<p>Wir verbrachten noch einige Stunden zusammen im Eiscafe, wir hatten einige Biere und irgendwann hatten wir Sergio sogar soweit, dass er sich traute die versnobten Tussis am Nachbartisch anzuquatschen. Was unverzüglich mit einem Korb quitiert wurde. Alles in allem war es für mich persönlich der erwähnenswerteste Valentinstag bisher. Ich bedankte mich gegen Ende bei Sergio für das abschreckende Beispiel und wünschte ihm weiterhin alles gute. Obwohl ich nicht das Gefühl hate das ich Sergio irgendwie hätte weiterhelfen können war ich an diesem Abend sehr zufrieden. Nicht weil ich zwischenmenschlich etwas erreicht hatte, nein eher die innere Zufriedenheit eines Menschen dem gerade klar geworden ist, dass er so viel besser dran ist als Single.</p>
<p>Ein weiterer Valentinstag steht kurz bevor und ich frage mich schon was er dieses mal für mich bereit hält.</p>
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		<title>Illusionen</title>
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		<pubDate>Thu, 21 Oct 2010 19:14:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dergrossepagliacci</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mind Candy]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Illusionen sind was tolles, vor allem wenn man sie selbst entworfen hat. Manche meiner Illusionen sind so stark mannifestiert, dass ich bereit bin sie wie Wahrheiten zu verteidigen. Da gibt es in mir diese Illusion vom Nichtrauchen. Ich glaube tatsächlich, dass ich ein Nichtraucher bin der gerade eine Pause einlegt. Die Pause kann jederzeit abgebrochen [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dergrossepagliacci.wordpress.com&amp;blog=12595955&amp;post=132&amp;subd=dergrossepagliacci&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Illusionen sind was tolles, vor allem wenn man sie selbst entworfen hat. Manche meiner Illusionen sind so stark mannifestiert, dass ich bereit bin sie wie Wahrheiten zu verteidigen. </p>
<p>Da gibt es in mir diese Illusion vom Nichtrauchen. Ich glaube tatsächlich, dass ich ein Nichtraucher bin der gerade eine Pause einlegt. Die Pause kann jederzeit abgebrochen werden, nur Gründe dies zu tun sehe ich keine. Ich mag sogar den Geruch meiner Nikotinverpesteten Finger.</p>
<p>Dann gibt es da noch diese Illusion vom Single der jeglicher Form von Beziehung aus dem Weg geht. Der es dennoch geschafft hat mit zwei Frauen eine Regelmäßigkeit aufkommen zu lassen die man ohne das Wort Beziehung nur schwer beschreiben kann.<br />
Natürlich trifft sich dieser Single nach wie vor mit anderen Frauen, jedoch legt er die Messlatte für diese Frauen auf die höhe der vorhandenen Partnerinnen. Diese Art von Verständnis und Vertrauen von einer Fremden zu erwarten ist sehr weit übers Ziel hinaus geschossen. Eins ist klar ich bin und bleibe Single doch von dem Polyamoristen für den ich mich nur allzugerne ausgebe bin ich noch sehr weit entfernt.</p>
<p>Meine liebste Illusion ist die Phrase &#8222;Mir kann keiner etwas&#8220; diese Einstellung macht es zwar unglaublich leicht sich selbst zu deffinieren und in ungewohnten Situationen klar zu kommen. Doch nüchtern betrachtet ist es nur eine andere Formulierung für &#8222;Von mir will keiner irgendwas&#8220;. Fakt ist das einige Menschen sehr wohl etwas von mir erwarten. Ob ich diesen Erwartungen gerecht werde oder es garnicht erst versuche mit der oben genannten Formulierung ist beides bequem möglich.</p>
<p>Warum gebe ich mich selbst solchen Illusionen hin? Ist es Bequemlichkeit oder vielleicht sogar Schizophrenie? Ich kann mir diese Frage selbst nicht beantworten, ich kann nur versuchen in Zukunft noch reflektierter mit mir und meinen Mitmenschen umzugehen, somit brauche ich auch kein schlechtes Gewissen haben wenn ich mir mal wieder selbst widerspreche. </p>
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		<title>Thomas hat es erfasst</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 07:15:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dergrossepagliacci</dc:creator>
				<category><![CDATA[Mind Candy]]></category>
		<category><![CDATA[Zitate]]></category>
		<category><![CDATA[Fantastischen vier]]></category>
		<category><![CDATA[Love sucks]]></category>
		<category><![CDATA[Zitat]]></category>

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		<description><![CDATA[Die grandiose letzte Strophe  aus &#8222;Love Sucks&#8220; von &#8222;Thomas D&#8220; auf dem Fanta4 Album &#8222;Lauschgift&#8220;. Man kann ja Songs 5000 gehört haben und sie doch erst beim 5001 mal verstehen. &#8222;es ist so schwer zu sagen was man wirklich fühlt noch schwerer zu beschreiben wenn man danach wühlt doch ich weiß und deshalb ist es [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dergrossepagliacci.wordpress.com&amp;blog=12595955&amp;post=124&amp;subd=dergrossepagliacci&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die grandiose letzte Strophe  aus &#8222;Love Sucks&#8220; von &#8222;Thomas D&#8220; auf dem Fanta4 Album &#8222;Lauschgift&#8220;. Man kann ja Songs 5000 gehört haben und sie doch erst beim 5001 mal verstehen.</p>
<p><span id="more-124"></span></p>
<p><span><span>&#8222;es ist so schwer zu sagen was man wirklich fühlt<br />
noch schwerer zu beschreiben wenn man danach wühlt<br />
doch ich weiß und deshalb ist es wichtig<br />
ich lieb in diesem Punkt verdammt richtig<br />
deshalb bleibt mir doch weg mit eurer Schubladenliebe<br />
ist die Liebe ein Geschäft seid ihr Ladendiebe<br />
bin ich Gerhard Ficker und dann müßt ihr mir vertrauen<br />
denn ich kenne euch ihr wollt alle nur klauen<br />
los gib mir mehr gib mir mehr immer mehr gib es her<br />
das Ego schreit ich will was mir zusteht hey das wär doch fair<br />
Deine Liebe gegen meine außer mir da liebste keine<br />
wir sind beide an der Leine Du verstehst doch was ich meine<br />
doch ich haha haha haha haha<br />
haha lach mich schlapp und haue ab<br />
weil ich es satt hab ich hab genug von Deinen Lügen<br />
frage Dich hast Du das Zeug dazu Dir selbst zu genügen<br />
wenn ja schhhhh mach mal keine Wellen<br />
ich geb Dir nicht die Hand und Du mir dann Die Schellen<br />
sperrst Du mich ein wirst Du mich niemals kriegen und niemals froh<br />
läßt Du mich frei werd ich Dich lieben einfach so&#8220;</span></span></p>
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		<title>Freiheit</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Jul 2010 22:38:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dergrossepagliacci</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Mind Candy]]></category>
		<category><![CDATA[Persönliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Immer häufiger erklimmt diese Frage die Tiefen meines Unterbewusstseins, wo sie schon seit Jahren schlummert. Ich bin es leid sie wieder und wieder zu verdrängen. Nie habe ich so viele Gespräche mit so vielen verschiedenen Leuten über dieses Thema geführt, wie in den letzten Wochen. Gerade weil ich das Thema nur selten selbst angerissen habe, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=dergrossepagliacci.wordpress.com&amp;blog=12595955&amp;post=117&amp;subd=dergrossepagliacci&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Immer häufiger erklimmt diese Frage die Tiefen meines Unterbewusstseins, wo sie schon seit Jahren schlummert. Ich bin es leid sie wieder und wieder zu verdrängen.</p>
<p><span id="more-117"></span>Nie habe ich so viele Gespräche mit so vielen verschiedenen Leuten über dieses Thema geführt, wie in den letzten Wochen. Gerade weil ich das Thema nur selten selbst angerissen habe, muss ich umso mehr darüber nachdenken. Die Idee sich &#8222;auszuklinken&#8220; reift schon seit Jahrzenten in mir heran. Von null auf hundert schießen mir Worte wie &#8222;Freiheit&#8220; und Phrasen wie &#8222;Finde dich selbst&#8220; in den Kopf und beschäftigen mich Stunde um Stunde.</p>
<p>Ich denke nicht das es eine Frage des Alters ist, viele meiner Gesprächspartner sind an ähnlichen Punkten wie ich angelangt.  Unser Geist ist gefangen von Arbeit, Familie oder dem sozialen Umfeld. Wir lassen uns von unserem Besitz an einen Ort fesseln und wissen dennoch nicht wer wir sind. Doch alle wünschen wir uns absolute Freiheit. Eigentlich sind wir Frei alles zu tun, denn unsere Verpflichtungen sind absolut nichtig, selbst auferlegt und überflüssig.</p>
<p>Frei sind wir, solange wir der Gesellschaft und dem System nicht im Weg stehen können wir tun was wir möchten. Solange wir unseren Sklaven-Soll erfüllen, solange wir unseren Sold schnellstmöglich wieder in den Äther pumpen. Solange sind wir Frei.</p>
<p>Wir sitzen in unseren Wohnungen und bemitleiden uns selbst, weil wir nicht nicht in der Lage sind, so zu leben wie es uns zusteht. Wir existieren vor uns hin und warten auf Extinktion, unsere oder besser noch die der Gesellschaft. Wir sind unfähig uns aus der eigenen Nutzlosigkeit zu erheben. Doch wer sind wir eigentlich?</p>
<p>Wir sind es die erkannt habe, dass unsere Sicherheit nur Illusion ist. Wir wissen das wir vom Fernsehen keine Antworten erhalten werden. Wir fürchten uns vor der Politik so sehr wie ein Ameisenstaat vor einem Kind mit einem Brennglas. Wir sind zu legal für illegale Drogen, jedoch zu frustriert um uns vom Alkohol fern zu halten. Ein halber Liter Wahrheit in einer Flasche. Noch sind wir in der Lage unsere Situation einzuschätzen. Dennoch sind wir fremde im eigenen Land. Der Verzicht auf Fernsehen ermöglicht uns frei zu denken. Wenn einem nicht mehr gesagt wird wer man sein will, muss man es wohl oder übel selbst herausfinden.</p>
<p>Die meisten von uns haben ein Drittel oder mehr ihrer Lebenszeit vor sich hin existiert, in der Hoffnung den Punkt der absoluten Zufriedenheit zu erreichen. Wir haben uns ausgebildet, integriert und eingenistet. Jetzt sitzen wir in unseren Nestern und fürchten uns vor der Ungewissheit die hinter dem Horizont auf uns wartet.</p>
<p>Diese eine Frage die offen blieb in allen Gesprächen zu diesem Thema ist absolut elementar.</p>
<p><strong>Was hält mich noch hier?</strong></p>
<p>Ist es mein Job der mir Nahrung und Lebensraum garantiert? Ist es die Gesellschaft die mich in Sicherheit wiegt? Sind es meine Freunde und Verwandten  die mir Vertrautheit schenken? Sind das nicht alles Illusionen?</p>
<p>Mein Job ist genauso sicher wie meine Rente. Die Sicherheit der Gesellschaft ist eine Illusion der zu folgen ich nicht bereit bin. Meine Freunde und Verwandten sind so sehr auf mich angewiesen wie homosexuelle Menschen auf Heilung durch die Kirche.</p>
<p>Bin ich zu angepasst, zu bequem alles hinter mir zu lassen? Fürchte ich mich womöglich einer der gesichtslosen Landstreicher zu werden. Womöglich sind die Gesichtslosen die einzigen Menschen die ihren Traum von Freiheit leben. Was mich hält kann ich nicht sagen. Die Frage nach der Richtung ist es nicht, seit jeher zieht es mich nach Osten.</p>
<p>Wenn ich also glaube mich selbst nur dort finden zu können, was hält mich noch davon ab den ersten Schritt zu wagen? In meiner Vorstellung gehe ich sogar noch ein Stück weiter um in der Reflektion des Erlebten zu erkennen, dass ich bereits angekommen war. Am Ende bin ich nur ich Selbst.</p>
<p>Allerdings war es moralische Überheblichkeit meinen Freunden zu sagen, sie sollen es einfach wagen. Denn offensichtlich gehört mehr dazu als der blanke Wunsch nach Freiheit.</p>
<p>&#8222;Erst nachdem wir alles verloren haben, besitzen wir die Freiheit alles zu tun&#8220; Da ich an sich nicht viele Dinge habe die etwas bedeuten, habe ich also nur wenig zu verlieren. Realistisch betrachtet kann ich sogar nur gewinnen. Es ist an der Zeit den ersten Schritt zu gehen.</p>
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