Der Neid, die Eifersucht und der Hass den die Menschen tagtäglich mit sich herumtragen ist die Manifestation der eigenen inneren Dämonen. Ich würde nie so weit gehen von mir selbst zu behaupten keine dieser Dämonen in mir zu haben doch ich glaube, die Erkenntnis der selbigen ist ein erster Schritt in die richtige Richtung.
Natürlich spreche ich hierbei von Selbsterkenntnis wenn man erst mal anfängt Dinge, die einem an anderen Menschen negativ aufstoßen, nicht mehr direkt zu kritisieren sondern nach der Ursache des Missfallens sucht wird man diese höchstwahrscheinlich in sich selbst finden. Die Tatsache, dass man nicht in der Lage ist sich mit gewissen Zügen anderer Personen zu arrangieren, nur weil man unfähig ist zu akzeptieren das dass Gegenüber eine gewisse Eigenschaft verkörpert die man in sich selbst nicht findet.
Natürlich liegt es an uns selbst wenn wir mit anderen nicht klar kommen und vielleicht sogar soweit gehen diese Personen schlecht zu machen oder schlimmeres. Wenn wir diese Energie aufwenden würden um unsere Einstellung in den Punkten zu überdenken die uns an Anderen aufstoßen wäre unsere Gesellschaft eine Bessere.
Doch wo nur anfangen? Natürlich bei sich selbst.
Ich habe Menschen beneidet, ich habe Menschen verachtet, ich habe Menschen schlichtweg ignoriert doch meist aus Gründen für die ich letztendlich eine Ursache in mir selbst gefunden habe. Ich werde natürlich niemals mit allen auskommen, dass ist auch nicht meine Intention. Mit dieser Erkenntnis kann ich nun besser akzeptieren wenn Menschen mich meiden. Ich für meinen Teil habe noch ein hartes stück Arbeit vor mir. Es ist oft zu bequem anderen die eigenen Unzulänglichkeiten unter zu schieben, daher heißt es in Zukunft noch reflektierter aufzutreten um jedem Menschen die gleiche Chance einzugestehen.
Wobei ich es, als Zyniker, dabei sicher nicht leicht haben werde. Einen Großteil der täglichen Begegnungen würde ich ohne Zynismus niemals bewältigen. Eine gute Freundin die eine stark ausgeprägte Helferader hat sagte mir vor einiger Zeit “Mann kann nicht jeden Retten” doch zu dieser Zeit hatte ich mein Helfersyndrom jedoch weitestgehend überwunden. Es gilt nun also einen Mittelweg zu finden um mit sich selbst besser ins Reine zu kommen. Doch Gedankengänge die zu Neid, Hass und Eifersucht führen gilt es zu verbarrikadieren und anschließend den Schlüssel weg zu werfen. Sie führen zu einer inneren Unzufriedenheit die einem selbst Steine in den Weg legt. Kurz gesagt wenn man sich diesen Gedanken hingibt haben die Dämonen schon gewonnen.
Letztendlich ist dies vielen Leuten vor mir klar geworden und wahrscheinlich hätte ich den ganzen Blogpost mit einem einzigen Zitat abtun können, aber es geht ja schließlich um mich und meine Überlegungen zu der Thematik, sicher keine großen Worte doch für mich persönlich gut und wichtig.
