Arsch zu sein dagegen sehr

16 03 2011

Wer diesen Blog aufmerksam verfolgt oder den Autor näher kennt dürfte mitbekommen haben das ich mich im Zwischenmenschlichen dem Arschsein verschrieben habe. Zumindest was die Beziehungen zu potentiellen Bettgeschichten betrifft. Der folgende Text handelt nun von meiner Arschwerdung sowie von Erfolg und Misserfolg auf diesem Pfad.

Ausschlaggebend für meinen Sinneswandel war ein Erlebnis im letzten Jahr das zwar im Nachhinein betrachtet eher Banal dennoch grundlegend für diese Erkentnis war.

Als netter Kerl kommst du überall hin doch nur selten ins Hösschen einer hübschen Frau.

Auch wenn man dabei keineswegs von edlen Motiven sprechen kann geht es doch im Großen und Ganzen immer nur um das Eine zumindest auf der animalischen Ebene unserer Gedanken. Fortpflanzung mit sovielen Weibchen wie nur möglich. Streuung des Erbguts in alle Richtungen. Wenn man erstmal verstanden hat, dass dieses Motiv für die meisten Handlungen eines Mannes federführend ist, kommt man zu dem unausweichlichen Schluss das der Zweck hierbei die Mittel heiligt.

Wie bereits im damaligen Blogeintrag erwähnt sind es ja die Frauen die ein Spiel spielen möchten, welches diejenigen von uns Männern, die das Spiel nicht beherrschen, oder es schlicht und einfach nicht können, von vornherein verloren haben. Natürlich nicht in jedem Kontext doch im allgegenwärtigen Wettkampf in den Clubs und Kneipen dieser Nation stehen die Chanchen bei null oder sogar darunter.

Wenn man sich mit der Literatur zum Thema “Faustrecht” und “Recht des Stärkeren” näher ansieht wird schnell klar das dieses Prinzip so tief in uns Menschen verwurtzelt ist das wir es nur schwer Leugnen können. Ich gehe sogar soweit zu sagen das jeder der die Rolle des Alphamännchens spielen kann, wenn auch nur für wenige Stunden am Samstagabend, in jedem x-beliebigen Jagtgebiet erfolgreich eine Frau für eine Nacht von sich überzeugen kann.

Zu Anfang waren mir die Regeln des Spiels zutiefst zuwider und auch heute muss ich mich regelmäßig selbst überwinden meine “Gute” Seite zu verbergen um nicht alleine nach Hause gehen zu müssen. Auch meine Überzeugung in einer zivilisierten Gesellschaft zu leben, die eigentlich “höhere” Ziele verfolgen müsste, wird dabei jedes mal in Frage gestellt. Für meine Arschwerdung war ein (weiteres) Alter-Ego nötig, welches problemlos über diese moralischen Bedenken hinwegsieht.

Ein wunderbares, wenn auch extrem skuriles, Beispiel für die Schitzophrenie dieser Gesellschaft.

Manchmal meldet sich mein Verstand, trotz massiver betäubung durch Alkohol, mitten im Spiel bei mir. Häufig habe ich das Gefühl mich selbst dabei zu beobachten und ein Teil von mir kann kaum fassen, dass es tatsächlich Funktioniert. Die Geschlechtskollegen, die mich auf meinen Beutezügen begleitet haben, stießen schon so manches “das gibts doch nicht” oder “unglaublich” aus.

Ich will hier auch gar keine Fallbeispiele nennen, obwohl ich es eigentlich zuerst vorhatte. Ich denke nun jedoch es wäre zu Privat, eigentlich geht es auch niemanden etwas an, wie ich das Spiel spiele und mit welchen plumpen aber dennoch sehr kreativen Sprüchen ich es letztendlich schaffe den Willen einer Frau zu brechen.

Das Prinzip ist jedoch einfach und entspricht zu 100% des Weltbildes von Anton Szandor LaVey umgemünzt auf die Zwischenmenschlichkeit von Mann und Frau. Ich will nicht sagen das ich die Ansichten voll und ganz teile, gerade LaVey’s Doktrin zur sexualität teile ich keineswegs. Jedoch sei an dieser Stelle erwähnt, dass ich mich schon früh mit allen großen Religionen beschäftigt habe und die satanische Konfession (die weniger mit dem Teufel zu tun hat als der Name vermuten lässt) bisher die einzige ist welche mich durch die praktische Anwendung weiter gebracht hat. Die Moralapostel (nicht nur Frauen) unter euch werden sich vermutlich darüber echauffieren und mich ein unmenschliches Schwein nennen. Doch diese Anschuldigungen kann ich nur schmunzelnd mit diesen Worten quitieren.

“hey wie gesagt es geht um das menschlichste Thema überhaupt.”

Der aufmerksame Leser frägt sich nun sicher: “warum diese Überschrift?” Naja es ist immerhin nicht alles Gold was glänzt. Zwar ist es herrlich einfach ein Arschloch zu sein den Willen einer Frau zu brechen und ich mit seinen niederen Bedürfnissen an ihr zu bedienen, doch wer glaubt weiterhin auf Ehrlichkeit setzen zu können hat sich ganz gewaltig getäuscht. Denn bisher hat sich jede Beziehung innerhalb kürzester Zeit selbst zerstört nachdem ich den Mädels meine grundehrlichen Ansichten zu diesem Thema serviert habe. Ich finde diese Reaktion, auch wenn sie verständlich ist, zutiefst paradox. Solange ich die Rolle des Arschlochs spiele kann ich mit diesen Frauen in der Regel machen was ich will, nur mit der Wahrheit und der Tatsache das ich mit ihnen Spiele kommt keine Klar.

Dies alles führt mich unausweichlich zu dem Schluss das wir nach wie vor Höhlenbewohner sind und uns in den letzten 20.000 Jahren nur in der obersten Bewustseinsschicht weiterentwickelt haben. Jegliche unterbewuste Reaktion wird noch nach dem gleichen Schema abgehandelt wie damals. Spätestens wenn Moral und Weltbild in Frage gestellt werden setzt es bei den meisten Menschen aus. Ob wir angesichts dieser Tatsache wirklich von Evolution sprechen können zweifle ich inzwischen enorm an.


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